Der untersetzte Nachbar, der sportliche Jogger im Park oder der junge,
schüchterne Kollege z. B. entsprechen erfahrungsgemäß eher
dem Bild. Und wer kann es einem Menschen schon ansehen, daß er ein
Psychopath ist und seine seelischen Störungen ihn plötzlich -
weniger unter Alkoholeinfluß - zu Taten hinreißen lassen, die
man ihm nie zugetraut hätte. (Psychopathen sind Menschen, die unter
sich selbst und ihrer Umwelt leiden. Eigentlich ist jeder von uns mehr
oder weniger Psychopath - denn irgendwo hat jeder Mensch eine Marotte oder
Macke.)
Da also die wenigsten Täter wie Arnold Schwarzenegger aussehen,
benutzen Sie eventuell Waffen, um ihr Opfer einzuschüchtern. Das kann
vom Küchenmesser, Schraubenzieher, Pistole, Hammer, möglicher
"Aidsspritze" pp. jeder Gegenstand sein, der geeignet ist, mögliche
Gegenwehr von Anfang an zu unterbinden oder das Opfer zu verletzen/töten.
Vergessen Sie nie - die gefährlichste Waffe ist das Messer und
alles, was ähnlich funktioniert ! Haben Sie es an der Kehle, versuchen
Sie erst gar nicht, sich zu wehren.
Doch auch Sie können Waffen benutzen. Neben den körpereigenen, wie Stimme, Kopf, Ellbogen, Unterarm, Faust, Handballen, Handkante, Finger, Knie, Fußspitze, Fußspann, Fußkante und Hacke, gibt es alltägliche Gegenstände, die sich entsprechend bestimmungsfremd verwenden lassen.
Um nur ein paar zu nennen: der Hausschlüssel (macht nette rote
Streifen im Gesicht), die Handtasche (kommt als Verlängerung der Reichweite
auch schon mal gut und fetzt aufgrund des meist kiloschweren Inhalts ganz
schön !), der Regenschirm (besonders beliebt sind die langen, mit
dem dicken Handgriff und der 10-cm-Spitze, mit denen man Schlagen und Stechen
kann. Sollen auch gegen Regen schützen.), die Schwiegermutter (...)
Elektroschocker auch Taser sind nur
dann wirksam, wenn sie spitze Nadeln besitzen oder über eine hohe
Stromstärke vefügen. Gerade in der kalten Jahreszeit kann es
sonst passieren, daß sie die dicke Kleidung nicht durchdringen und
der Stromstoß uneffektiv wird. Und einen zweiten Versuch haben Sie
meist nicht. Sie müssen sie auch griffbereit haben und in der Lage
sein es anwenden zu können und zu wollen. Was noch wichtiger ist,
die Waffe kann auch zur Falle werden, wenn man sie Ihnen entwendet und
gegen sie verwendet.
Das Messer.
Ihr Gegner wird eher dazu neigen, Ihnen die Gaspistole oder den Elektroschocker
zu entreißen, als ein Messer. Denn auch für ihn gilt das o.a..
Jeder von uns hat sich schon einmal geschnitten und weiß, wie weh
das tut, aber wer hat schon einmal den Elektroschock oder Tränengas
zu spüren bekommen ? Sie müssen es auch griffbereit haben und
in der Lage sein es anwenden zu können und zu wollen. Was noch wichtiger
ist, die Waffe kann auch zur Falle werden, wenn man sie Ihnen entwendet
und gegen sie verwendet.
Ganz neu: die Stinkbombe als Defensivwaffe.
Soll im BH getragen werden und bei einem Angriff leicht zu zerbrechen sein.
Wir mußten dreimal auf einer harten Unlage auf das Röhrchen
schlagen bis es zerbrach. Roch auch sehr streng, was aber einen alkoholisierten
Täter oder jemanden mit Schnupfen nicht abhalten sollte. Ein weiterer
Nachteil, man muß auch das Neutralisationsmittel bei sich führen,
weil man ja nicht stundenlang weiterstinken will. Wertung: Naja
Der defensive elektronische Alarm. Empfehlenswert,
da sehr laut und schwer abzustellen. Erregt zwar selten Aufmerksamkeit,
kann aber den Täter zur Flucht bewegen, da er meint entdeckt zu werden.
Sie müssen ihn auch griffbereit haben. Es gibt auch welche, die einen
Lautsprecher auf beiden Seiten haben. Diese sind besser, denn wenn man
sie aus Reichweite des Täters wirft, kann es dann nicht passieren,
das der Alarm zu leise wird, da er auf dem Lautsprecher landete. Alternative:
Trillerpfeife
Das Farbseifenspray brennt in den Augen
und ist auch in Modefarben gefärbt. Vorteil: Da die Farbe sehr anhänglich
ist und nicht leicht abwaschbar hat die Polizei einen tollen Fahndungshinweis.
Nachteil: Es hat auch ein Verfallsdatum und eine geringe Reichweite (ca.
1, 5 - 2 m). Billigere Alternative: eine kleine Sprühdose Autolack.